Torvi

Aus Sagen und Suenden
Torvi Halfdansdóttir
Torvi 2.jpg
Volk:Aesir
Clan:Villa Atrox
Alter:27
Augenfarbe:Blau
Haarfarbe:Goldblond
Größe:2,17m
Gewicht:107kg
Region:Nordlande
Besonderheiten:Tattoos und Bemalungen
Gesinnung
Einstellung:Neutral
Religion:Ymir

Torvi[Bearbeiten]

Sie ist eine gebürtige Aesir, dem entsprechend ist sie großgewachsen und hat goldblondes Haar. Durch ihren vermehrten Aufenthalt im südlichen Teil des Exils ist ihre Haut nicht mehr hell, wie es bei den meisten Aesir der Fall ist, sondern bräunlich, da sie viel der heißen Sonne des Südens ausgesetzt war. Sie selbst geht dem Handwerk der Jagd nach und nutzt dafür vorwiegend Speere, weiß aber auch als Kriegerin zu kämpfen und bevorzugt in derlei Fällen einen wuchtigen, zweihändig geführten Kriegshammer.

Erscheinung[Bearbeiten]

Torvi kleidet sich den Klimazonen entsprechend. In den nördlichen Gebieten Felle und lange, dicke Kleidung und in den südlichen Gebiete eher dünne, kurze Kleidung und vorwiegend leichte Stoffe. Für die Jagd bevorzugt sie Kleidung und Rüstung mit hoher Bewegungsfreiheit. Ihre Seiten am Kopf sind kahl geschoren und sind mit nordischen Runen verziert. Sie trägt stets eine Kette um ihren Hals, welche der Vanir-Handwerkskunst enstammt. Über ihren Körper verteilt trägt sie eine Tättowierung eines großen Rabens, doch bei genauerer Betrachtung fallen innerhalb der Tättowierung unregelmäßige Unebenheiten auf, bei welchen es sich um eine Vielzahl verschiedener Narben handelt.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Torvi ist eine Weltoffene Aesir und pflegt ihre Kontakte zu Nord- und Südländern gleichermaßen. Sie besitzt sehr viel Kraft, was man ihrem Körper nicht direkt ansieht, doch sollte man über ihre Arme, ihren Bauch, oder ihre Beine fühlen, so lässt sich eine stark ausgeprägte Muskulatur feststellen.

Von der Jägerin zur Gejagten..[Bearbeiten]

Torvi in ihrer Heimat.

Torvi, Tochter zweier Løysing, somit frei, hat mit ihrem Bruder Eos gelernt in der Wildnis zu überleben. Glücklicherweise brauchten sie dieses Wissen eines schicksalhaften Tages, als ihr Dorf angegriffen und geplündert wurde. Viele wurden getötet, und einige konnten entkommen und sind in alle Himmelsrichtungen geflohen. Torvi, zu dem Zeitpunkt ca. 17 Jahre alt, und Eos flohen gen Süden nach Aquilonien. Dort angekommen haben sie begonnen zu wildern und alles, was sie nicht brauchten, in Siedlungen zu verkaufen. Das ging eine Weile gut. Sie konnten sich ausreichend Kleidung kaufen und waren wegen der Jagd stets mit ausreichend Nahrung versorgt. Bis zu diesem Tag haben die beiden noch nicht über das Geschehene gesprochen und Torvi beschloss ihren Bruder davon zu überzeugen zusammen eine Nacht in einer der hiesigen Tavernen zu verbringen. Das hatten sie mal nötig, doch Torvi wusste nicht, dass sie einen Fehler begangen hatte.

Sie hatten also das Zimmer mit zwei Betten und warmes Essen und Trunk. Der passende Zeitpunkt um über alles, was geschehen ist zu reden und nachzudenken. Ihr Gespräch wurde etwas hitzig und kurze Zeit darauf stürmte eine Art Dorfmiliz, einigermaßen gut bewaffnet, die Taverne, klagten Torvi und Eos der Wilderei an und zerrten sie beide anschließend vor die Taverne, wo auch schon ein Beamter auf die beiden wartete. Er verurteilte Torvi und Eos zur Sklaverei. Die beiden wurden getrennt. Torvi wurde auf einen Sklavenmarkt in der Nähe gebracht. Ein Markt auf dem hauptsächlich junge, hübsche Frauen verkauft wurden.

Torvis Zeit als Sklavin[Bearbeiten]

Torvi als Sklavin

Aufgrund von Ungehorsam rasierte man Torvis Haare ab, sicher mit dem Hintergrundgedanken, dass niemand sie kaufen würde. Doch nach ein paar Tagen kam ein Adliger zu jenem Markt. Er war groß, fett und äußerst hässlich. Torvi nennt ihn lediglich "Widerling". Dieser Mann beschloss einige Frauen, darunter auch Torvi, zu kaufen. Also wurden Torvi und die anderen Frauen zum Anwesen des Widerlings gebracht und in einer schäbigen, heruntergekommenen Hütte angekettet einquartiert.

An manchen Abenden kamen die Männer des Widerlings und holten einige Frauen. Wenn sie zurück in die Hütte gebracht wurden, waren einige von ihnen grün und blau geschlagen und bewusstlos. Manchmal kam auch mal eine Frau weniger zurück.

Als der Widerling ein größeres Fest veranstaltete sollten alle verfügbaren Frauen leicht betucht in der Empfangshalle der Villa aufgereiht und den Gästen angeboten werden. So wurde Torvi widerwillens herumgereicht wie eine Hure. Sie wurde besonders grob behandelt, weil sie eine Nordheimerin ist. Später am Abend vergriff sich der Widerling gar selbst an ihr. Nach einiger Zeit wurde ihr Klar, welchen Schrecken er ihr angetan hatte. Der Widerling hatte ein Kind in ihren Leib gepflanzt. Nach reichlicher Überlegung wie sie es anstellen würde griff sie einen spitzen Gegenstand und erstach sich selbst, mehrere Male. Sie blieb stark und ihr Zorn wuchs weiter in ihr. Sie sehnte sich nach dem Tag, an dem sie den Widerling höchst persönlich niedermetzeln könnte. Doch es kam ganz anders..

Eines anderen Abends wurden die Frauen wieder leicht betucht aufgereiht, jedoch nicht Torvi. Sie stand stets an des Widerlings Seite, mit einem Kettenhalsband angelegt und in ständiger Gewalt des Widerlings. Dieses mal wollte der Widerling seine Sklavinnen verkaufen und Torvi behalten. Ein junger Mann betrat die Empfangshalle, dunkles Haar und schurkischer Bart. Er trug eher dunkle Kleidung. Es handelte sich um den Geschäftspartner des Widerlings. Er sah sich jede Sklavin genau an, aber wollte sich auch Torvi genauer ansehen. Nachdem der Widerling ihm den Wunsch verwehrte und Torvi mit kräftigen Ruck auf die Knie zwang wurde der junge Mann still. Er ging sofort in Richtung Ausgang. Torvi sah ihm einen Moment lang hinterher.

Dann, eines Nachts, kamen vermummte Männer zu dem Anwesen. Torvi lag noch immer angekettet wie ein Tier in der Empfangshalle. Sie konnte die Schritte hören. Die vermummten Männer suchten den Widerling, brachten ihn in die Empfangshalle und töteten ihn, ließen sein Blut über den hellen Mamorboden fließen. Das Blut erreichte Torvis Knie. Sie starrte darauf herab und dann zu der Leiche des Widerlings. Ausgeblutet wie ein Schwein lag er da auf den Mamorplatten seines Anwesens. Ein vermummter Mann kam auf Torvi zu. Er befreite sie, nahm sie an ihrem Arm um sie nach draußen zu bringen wo bereits die anderen Frauen aufgestellt waren. Torvi stellte sich dazu, ehe der vermummte Mann zu reden begann. Er sagte etwas davon, dass das Leiden jetzt ein Ende habe und Torvi und die anderen Frauen nun Frei wären. Torvi sah nochmal zur Villa und dann wieder zu dem vermummten Mann, stellte jedoch keine Fragen und ging ihres Weges.

Ungefähr fünf Jahre hatte Torvi im Besitz des Widerlings verbracht. Sie war eine erwachsene Frau geworden und war mit knapp 23 Jahren wieder frei.

Die Zeit Danach[Bearbeiten]

Torvi war auf der Suche nach ihrem Bruder. Sie hatte angefangen kleine Aufträge anzunehmen und sich so genug Geld für solide Ausrüstung zusammen verdient. Ihre Informationen, welche sie zu ihrem Bruder hatte, führten sie in eine abgelegene Ortschaft, irgendwo in Cimmerien. In der hiesigen Taverne sollte sie sich mit einem weiteren Informanten treffen. Sie nahm Platz und bestellte sich, wie üblich, ein Bier. Auf der anderen Seite des Raumes saß eine Vanir. Üblicherweise rotes Haar, helle Haut und nicht gut auf Aesir zu sprechen. Sie starrte Torvi die ganze Zeit über an. Als die Vanir ihr Getränk leer trank stand sie auf und ging zu Torvi rüber. Sie provozierte Torvi direkt und Torvi schüttete ihr restlichen Bier in das Gesicht der Vanir. Daraufhin kam es zu einer Prügelei zwischen Torvi und der Vanir. Beide setzten einander schwere Schläge zu. Sie beide schienen auf ihre Weisen gleich stark zu sein, was dazu führte, dass sie den Kampf einstellten und sich einander vorstellten. Die Vanir stellte sich als Eydis vor. Eydis, die Furie. Sie tranken gemeinsam Bier, verbrachten den Abend zusammen und kamen sich näher. Als sie sogar Nächte zusammen verbrachten dauerte es nicht mehr lange, dass man hätte von Liebe sprechen können. Doch die beiden nannten sich Gegenseiten bloß Gefährtinnen, obwohl sie beide sich zueinander hingezogen fühlten.

Ins Exil[Bearbeiten]

Eydis half Torvi bei der Suche nach Eos, was die beiden in viele Schwierigkeiten brachte, aber immer wieder konnten sie einander die Rücken decken und gingen Siegreich aus Kämpfen hervor. Doch das sollte nicht für immer so weiter gehen. Nach 4 Jahren der Suche nach Eos, zusammen mit Eydis, waren sie beide so dicht dran ihn zu finden, wie noch nie zuvor. Sie trafen sich mit ihrem Informanten in einer abgelegenen Ortschaft. Dort angekommen unterhielten sie sich mit dem Informanten, welcher die beiden an den angeblichen Aufenthaltsort schickte. Wie immer gingen Eydis und Torvi von einer Falle aus, aber waren voller Zuversicht es auch dieses mal zu schaffen. Sie kamen am vereinbarten Platz an, doch niemand sonst war da. Torvi wurde nervös und Eydis versuchte sie etwas zu beruhigen, da stürmten mehrere bewaffnete Männer auf die beiden zu. Torvi konnte zwei von ihnen töten, bevor sie sie erreichten, doch vier der Männer schafften es sie zu packen, sodass sie sich nicht mehr befreien konnte. Eydis kämpfte wie eine Furie, tötete Mann um Mann und befreite Torvi aus den Fängen dieser Männer. Als sie Torvi gerade hochhelfen wollte wurde Eydis von einem Speer durchbohrt. Torvi starrte einen Moment auf den Speer, dann in Eydis Augen, ehe sie Wutentbrannt ihren Speer und Schild und die restlichen Männer niedermetzelte.

Eydis war noch am leben, doch ihr Atem war schwach. Torvi setzte sich zu Eydis und legte ihr Schwert in ihre Hand. Tränen sammelten sich in Torvis Augen. Eydis überreichte Torvi ihre Kette mit den Worten "Ich liebe dich, meine Walküre." und hauchte daraufhin ihren letzten Atem aus. Torvi war am Boden zerstört, doch fand ein bisschen Trost in dem Wissen, dass sie jetzt bei ihren Ahnen ist und mit ihnen an der großen Tafel Speisen würde. Kurz darauf kamen Wachen zum Ort des Massakers und nahmen Torvi gefangen. Sie wurde verbannt und anschließend ins Exil gebracht.

..von der Gejagten wieder zur Jägerin[Bearbeiten]

Torvi beim Bogenschießen

Im Exil angekommen hieß es Leben oder Tod. Torvi entschied sich zu leben und machte sich mit der Gegend vertraut. Sie begann damit ein kleines Jagdlager zu errichten und das Verhalten der Tiere zu studieren. Sie beobachtete die Faune der trockenen Region mehrere Tage um sie zu verstehen. Dann begann sie die Tiere zu erlegen und auszuweiden. Wie üblich hat sie alles zusammen gelegt, was sie dann verkaufen würde, doch wusste sie noch nicht wo sie überall hin konnte, also wendete sie sich erst an den Markt in der Steppe. Sie bekam nicht die besten Preise, doch hat es gereicht um sie wieder in die Bahn zu bringen. Sie beschloss also weiter nach Norden zu ziehen und sich der Herausfordernden Wildnis zu stellen. Sie wanderte durch die Wälder im östlichen Teil des grünen Nordens und fand hinter einem Hügel einen Hain mit der Ruine einer Jagdhütte darauf. Sie begann mit groben Reperaturen, bis hin Erweiterungen der Hütte, sodass daraus bald eine Jägerhalle wurde. Sie war motivierter denn je und ihre Jagd wurde auch wieder erfolgreicher. Sie erlegte Bären und Wölfe, Ziegen und Elche. Sogar Fledermausbestien entkamen nicht ihrem Speer. Sie hat ihren Schmerz verarbeitet und ist wieder da, wo sie sein will. Auf der Jagd.


Torvi und die Große Jagd[Bearbeiten]

Die Jägerhalle der Großen Jagd (Die Große Jagd)

Die neu hergerichtete Jägerhalle sollte aus Zufluchtsort für Jäger aller Kulturen und Handelsplatz für Jagdbeute dienen. Torvi nahm sogar verwaiste Jungtiere auf, pflegte sie und zog sie groß. Ihr Ziel war es sie dann wieder in der Wildnis auszusetzen, doch es gibt ein paar Tiere, die lieber bei Torvi geblieben sind. Diese Tiere wachen mit ihr zusammen über den Frieden des Hains. Eines Morgens kam sie von einer Erfolgreichen Jagd zurück und betrachtete die Halle aus der Entfernung. Sie wollte sich etwas beweisen und größere, gefährlichere Beute jagen. Also reiste sie in den kalten Norden um einen Säbelzahn zu jagen. Nach langtägigem Fährtenlesen und beobachten der Beute kam sie erneut erfolgreich von der Jagd zurück und da viel es ihr schlagartig ein, "Die Große Jagd". Sie erinnerte sich an eine alte Tradition ihres Volkes, bei dem verschiedene Jäger gemeinsam eine sehr gefährliche Bestie bekämpfen, mit ihrer Beute prahlen und anschließend gemeinsames Biertrinken. Torvi, die erste Jägerin in der Halle, richtete einen Übungsplatz fürs Bogenschießen und den Nahkampf ein. Sie traf freiwillige Schmied und Holzhandwerker, welche ihr Vorhaben unterstützen wollten. Im Gegenzug wollen sie bloß ein Dach über dem Kopf und zu Essen und beides kann die Große Jagd bieten.


Verlust und Veränderung[Bearbeiten]

Nach dem Tod ihres Bruders und das Spurlose verschwinden eines ihrer besten Jäger kehrte sie dem Norden für eine lange Zeit den Rücken zu. Der Kummer und die Rache in ihr verzehrten sie, weshalb sie sich dazu entschied sich auf eine lange Reise zu begeben, dessen Ziel sie noch nicht kannte. Doch eines war klar, es waren Veränderungen nötig.

Das Ende der Jagd..[Bearbeiten]

Ihre Reise dauerte schon eine Weile. Als Torvi in den Norden zurückkehrte und die Halle der Jagd aufsuchte entschied sie dieser mit ihrem Gefolge zu verlassen und sie der Natur zu überlassen. Sie reisten gemeinsam als Gruppe, doch stellte Torvi ihrem gesamten Gefolge frei zu entscheiden wohin sie ziehen wollten. Einige zogen ostwärts, andere südwärts, so auch Torvi.