Tjorven

Aus Sagen und Suenden
Tjorven Schildwolf
Volk:Nordheimer (Aesir)
Clan:Rúnheim (lebt jedoch etwas außerhalb der Siedlung)
Alter:Um die 27
Augenfarbe:Blau
Haarfarbe:Blond
Größe:1.96 m
Gewicht:120 kg
Region:Norden des Exils
Besonderheiten:Für einen Aesir inzwischen einen recht gebräunten Taint
Gesinnung
Einstellung:chaotisch-gut
Religion:Ymir

Aussehen & Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Wie die meisten Aesir ist Tjorven ein hochgewachsener Mann mit blauen Augen und blondem Haar. Der Bart ist recht dicht, jedoch scheint er ihn zu pflegen so weit dies denn möglich ist - manchmal erwischt man ihn auch, wie er gerade dabei ist, ihn sich zu flechten. Das Haupthaar trägt er nach cimmerischer Art geflochten, vier Knochenrunen wurden in das Haar eingearbeitet. Die Statur verrät, dass der Mann schon den ein oder anderen Kampf geschlagen hat. Er ist kräftig, stabil gebaut. Einige Narben zieren seine Haut, Zeugnisse von vergangenen Konflikten oder Dummheiten. Dadurch, dass er nun schon einige Wochen unter der Sonne des Südens lebt, hat sein eigentlich recht heller Taint eine leichte Bräunung erhalten. Dennoch bleibt es nicht aus, dass er fast immer verschwitzt anzutreffen ist, solange er sich in warmen Gefielden befindet - auch wenn er die Sonne und die Hitze inzwischen etwas besser verträgt.

Handwerk & Talente[Bearbeiten]

Tjorven ist ein passabler Schneider und Rüstungsbinder. Auch Schilde kriegt er ordentlich hin, wenn er an das Material dazu kommt. Arbeiten mit Leder und Stoffen sowie Fellen gehen ihm leicht von der Hand, Plattenrüstung baut er jedoch nur selten, wohl aus Materialmangel. Der Mann hat für eine für das Nordvolk ungewöhnlich ausschweifende Zunge, man merkt ihm schnell an, dass er viel mit Wortwitz hantiert. Auf den Mund oder den Kopf gefallen scheint er jedenfalls nicht zu sein. Wer ihn jedoch im Kampf beobachtet, der merkt, dass Tjorven an den Waffen ausgebildet wurde. Er ist sicher kein Schwertmeister, sein variabler Kampfstil zeigt jedoch, dass er Ahnung hat von dem, was er da tut. Meist nutzt er einen Anderthalbhänder, zu dem sich je nach Kampfsituation ein Schild gesellt.

Was bisher geschah[Bearbeiten]

Vor dem Exil[Bearbeiten]

Tjorven stammt aus einem größeren Dorf im Norden. Dort verbrachte er einen Großteil seines Lebens, lernte mit Waffen umzugehen, aber auch sein Handwerk, das Schneidern und das Rüstungsbauen, erlernte er dort. Eigentlich hatte er ein gutes Leben, bis eine Tragödie dazwischen schlug und ihn veranlasste, sich gegen den Jarl, einem Mann namens Ingrud, zu stellen. Was genau los war, darüber redet Tjorven selten und auch nur mit Leuten, denen er vertraut. Nach einigen Monaten Gefängnis und Strafarbeit für den Jarl, fand man keine Beschäftigungen für den Gefangenen, also verbannte man ihn ins Exil...

Die Welt der Verurteilten[Bearbeiten]

Tjorvens Erinnerungen werden hier etwas schwammig, wohl die für ihn bis dahin unbekannte Hitze. Er erinnert sich, wie er an einem Kreuz hing, dass ein Mann ihn loslöste... er schleppte sich durch die Wüste, brach zusammen. Als nächstes erwachte er in einer Herberge, nackt und mit Sonnenbrand an Stellen, an denen man keinen Sonnenbrand haben sollte. Gegen etwas Arbeit bekam er Kleidung. Nachdem er sich ein paar Tage erholen konnte, kam er mit einer Besucherin am Markt ins Gespräch. Mairead, eine Cimmerierin, fragte ihn, was seine Pläne seien. Für Tjorven gab es nur eine Richtung in diesem Moment: er wollte wieder in den Norden, dem Klima der Wüste entkommen. Mairead hatte dasselbe Ziel, sie bot Tjorven an, sich ihr und ihrer Schwester Enid anzuschließen, die zwei seien schon dabei, sich auf die Reise in den Norden vorzubereiten. Als Ausgleich für das Vertrauen und das Dach über dem Kopf willigte Tjorven ein, den beiden warme Kleidung zu schneidern, welche sie im Norden tragen können. Also verschlug es den Aesir an den großen Fluss im Süden, nahe den Wächter-Statuen. Auf seinen Spaziergängen und Wanderschaften, um die Gegend kennenzulernen, machte er ein paar neue Bekanntschaften. So traf er auch an die Heilerin Vega, die Fischerin Ravi und den Schmied Beregost, welche in der Nähe ein kleines Dorf besiedelten. In dem Dorf waren oft Gäste, fast alle waren auch auf den Weg, in den Norden zu reisen und umso begehrter war der Schneider, der die passende Kleidung für die Witterung zusammenschustern konnte. So lernte auch Sinika, Narcissa und Ayelon kennen, wie auch den ewigen Wanderer Madiba. Die Vorbereitungen für die große Reise gen Norden sind so gut wie abgeschlossen, auch wenn der Aesir sich hier eingelebt hat, wird es also bald in kältere Gegenden gehen. Aus diversen Gesprächen erwuchsen Freundschaften, Abneigungen, Handwerksaufträge. Wie es auch weitergehen wird, eines ist sicher: Tjorven wird nie langweilg.

Aufbruch[Bearbeiten]

Nachdem die letzten Vorbereitungen getroffen wurden, reiste Tjorven mit den cimmerischen Schwestern ab. Sie hatten bei Banditen zuvor Pferde entwendet, außerdem eine Frau gerettet, welche ihren Mann an die Räuber verlor und kurz davor war, Opfer der männlichen Begierde zu werden. Sie und der schweigsame Cimmerier Seárc, der ihnen beim Kampf gegen die Räuberbande half, begleiteten die Gruppe. Es war eine mühsame Reise, Sand und Sonne machten es nicht einfacher, schließlich erreichten sie aber ihr Ziel - die Hütte des schweigsamen Cimmeriers, der sie bei sich aufnahm. Eine neue Welt erwartete Tjorven: der Nebel des grauen Nordens, trist und doch vertraut. Ein Stückchen Heimat. Auch, wenn er liebgewonnene Freunde zurückgelassen hatte, so ist eine wehmütige Zufriedenheit bei dem Aesir zu erkennen.


Rúnheim und der Wolf[Bearbeiten]

Es dauerte nicht lange, bis Tjorven die nähere Umbegung der Hütte erkundete. So fand er am nahegelegenen Fluss die Hütte und Brücke von Maywen, mit welcher er sich anfreundete. Doch auch das nahegelegene Rúnheim blieb nicht von der Anwesenheit des Aesirs verschont. Dort lernte Tjorven einige Leute kennen, freundete sich mit der stygischen Sklavin Niva an, trat in einem Trinkspiel mit Maywen gegen den Cimmerier Zhet und den Vanir Sigurd an. Die Siedlung fand Anklang bei Tjorven, auch wenn die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen waren. Auch die anderen Bewohner der Rundhütte trafen auf Rúnheim - schließlich bot man der kleinen Gemeinschaft an, sich der Siedlung anzuschließen, auch wenn sie dabei weiter außerhalb wohnen bleiben konnten. Man nahm das Angebot an, bei der Vorstellung in der rúnheimer Methalle erhielten sie Beinamen aus dem Wortschatz von Seárc - von nun an nannte man Tjorven den 'Schildwolf', ein Name, der Tjorven durchaus gefiel.