Küygen At

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Küygen At
KüygenAtBanner.png
Ansprechpartner:alle
Mitglieder:7
Schwerpunkte:Kultur, Handel, Konflikt, Überleben, Religion
Völker:primär Hyrkanier, Turanier, andere passende Konzepte möglich
Religion:Erlik, Ahnenverehrung, Hyrkanisches Pantheon, Schamanismus
Region:nomadisch, bewegtes Lager

Das brennende Pferd[Bearbeiten]

Küygen At, das brennende Pferd, nennen sie sich. Der Name spiegelt die kehlige Sprache der Heimat wieder aus welcher die berittenen Stammesleute stammen. Ein Land so weit und divers wie es seine Bewohner sind - und doch sind sie alle geeint unter dem ewigen blauen Himmel.

Eine Gruppe von Hyrkaniern sind sie, die sich an diesem Ort ihrer Verbannung zusammen gefunden haben und gemeinsam ihre nomadische Lebensweise fortführen. Mal ein Zeltlager in Ruinen, mal eine Ansammlung von provisorischen Hütten oder doch die Jurten, welche sie aus ihrer Heimat hier im Exil nachbauen.

Zerstreut aber nicht gebrochen, haben sich die Überlebenden des großen unheiles der Gier zusammengeschlossen, stärker den je - sagt man, ist das Band der Gemeinschaft verwoben.


Gerüchte

  • Sie sollen angeblich kurz vor der Auslöschung stehen
  • Sie sollen Ihren eigenen Khan getötet haben weil dieser Schwach war
  • Sie sollen Pferden der Gesellschaft Sippenfremder vorziehen
  • Das Pferd eines Hyrkaniers soll gleichzusetzen sein mit Cimmerischen Stahl
  • Turanier findet man mittlerweile ebenfalls innerhalb des Stammes
  • Manche Zunge behaupten, sie würden Menschen quälen, sie barfuß über Piken laufen lassen
  • Pferde scheinen ihnen heilig zu sein


Lagerorte

Es heißt sie wären im Norden gewesen, nahe der Mündung zum Eisfluss, aber ihre Spuren sind verwischt und wenig zeugt noch davon, das dort jemand jemals gewesen ist.

In die Steppe hätte es sie wohl verschlagen, wo die trockenen Gräser der Savanne hochstehen und im Tal unter einer Ruine, die nun Zelte beherbergt, riesige Bäume den Boden beschatten.

Niedergetretenes Gras haben sie in der Steppe hinterlassen, wo Ruinen nun dem Sand und den Winden überlassen werden. Die Menschen und das Vieh allerdings sind weitergezogen, gen Osten. Durch die Savanne, die Wüste, sandige Ebenen, bis sie schließlich die Marschen erreicht haben. Das saftige Gras steht hoch an diesem neuen Ort, wo Jurten und Zelte an einem Wasserloch aufgeschlagen wurden, umgeben nur von den neuen Weidegründen der Pferde.

Es brennt.png

Auch eine Oase sollen sie bewohnt haben, dort wo Nässe und Trockenheit aufeinander treffen. Die klimatisch fragile Grenze zwischen Wüste und Dschungel, dort standen Ihre Jurten, die Pferde welche sich an dem stehenden Wasser gütlich taten und auch eine Ritualstätte für Ihre vermeintlich heidnischen Götter und ein Sprachrohr zu Ihren Ahnen. Doch nicht lange hielt sich dieser Ort, wo einst der aufblühende Clan sein zeitweiliges Heim fand, sind es eingestürzte, schwarz verkohlte Jurten welche Ihre Anwesenheit bezeugen. Verkohlte Leichen, zum Teil zerfressen von den Wildtieren, Pferdekadaver welche faulig im Wasser der Quelle vor sich dahin siechen. Spuren des Kampfes, jedoch mag man keine Leiche finden die nicht zum Stamm gehört hätte. Ein unheimlicher Ort, gequält von den Seelen der Gefallenen. Wer würde hier schon freiwillig verweilen wollen? Spuren führen in den Westen, was vom Stamm übrig geblieben ist wollte nicht verweilen.

Der Niedergang

Küygen At, ein Juwel hyrkanischen Stolzes und Tradition – in mittem eines Landes welches auf Verbrechen, Unehre und Verkommenheit beruht. Es war die Feigheit und Illoyalität weniger, welche den gewaltsamen Zerfall einläuteten. Der Clan ohne traditionellen Rückhalt, bildete sich eine Gruppe Emporkömmlinge, welche sich Ihrem grausamen Naturell erneut hingeben wollten – ungebremst, gab es doch keine Krieger mehr welche sie daran hindern können, sich zu nehmen was Ihnen in Ihrer Überzeugung zusteht.

Es geschah aus dem Nichts, es wirkte wie ein ganz normaler Abend, der Clan versammelte sich nahe am Feuer, verstohlene Blicke wurden ausgetauscht. Es lag etwas in der Luft, doch war es nicht greifbar. Ein Knistern, welches sich in Schreien und Gurgeln entlud als sich eine Gruppe Zutritt in die Jurte des Khans verschaffte. Der männliche Schrei erklang, wütend doch von kurzer Dauer, verlor er seinen Kopf. Die Schreie der weiblichen Sklavin waren noch deutlich zu hören, als der Khanräuber aus der Jurte trat und den leblosen Schädel des ehemaligen präsentierte. Er warf Ihm Buraq entgegen, ein dumpfes Schmatzen war zu hören als der Schädel gegen seine Brust prallte.

Was geschehen ist.png

Dann die Explosion. Freund fiel über Freund her, Blut wurde vergossen, Vorräte entzündet, Pferde vertrieben, jene die sich gegen den neuen Khan stellen wollten, sollten abgeschlachtet werden. Das Chaos machte es unmöglich zu erkennen, wer nun Feind war. Frauen wurden zur Beute ausgehungerter Verbrecher, als sich Erliks Schatten über das Lager legte und ein unheiliger Kampf zwischen jenen entbrannten, die sich einst aus Überzeugung vom selben Blut nannten. Sie waren nicht Grundlos hier, Ihre verkomme Art brachte sie erst in das Exil. Und hier würden sie auf jene weise Ihr Ende finden.

Nicht lange dauerte der Kampf an, der Totenpriester enthauptete den Emporkömmling, gab seine Seele zur Schändung frei durch seinen Darfari. Flammen breiteten sich aus, Jurten brachen ein und hohe Rauchsäulen luden Plünderer dazu ein sich die Sache einmal anzusehen. Von, was einmal war blieb nichts mehr übrig. Am nächsten Tag waren es nur die verkohlten Leichen derer, die gefallen sind und vom Feuer gefressen wurden. Geier fielen über die Leichen her, pickten das verkohlte Fleisch von den Körpern, taten sich gütlich an der Grausamkeit welcher den Fall des Clans bedeuten sollte, doch ein Pferdeherr beugt sich nicht. Er kniet erst im Dreck, wenn seine Kniescheiben gebrochen, die Wirbelsäule zerschmettert, und die arme Kraftlos vom Kampf gelähmt sind. Verfasser - Buraq

Eine Hyrkanierin kniet nicht

Ebru sah schlecht aus und sie wusste es. Dreck bedeckte ihre Haut, Blut und Schweiß rieb bei jeder Bewegung und in ihren Augen stand ein gehetzter, sorgenvoller Ausdruck. Rußige Spuren zogen die Falten auf ihrer Stirn nach und sie stank nach erkaltetem Rauch. Zwei Tage war es her und die Wut flaute langsam ab. Eine Taubheit hatte von ihr Besitz ergriffen, welche dafür sorgte, dass ihr Körper sich bewegte, sie den verbliebenen Mitgliedern ihrer Sippe helfen konnte.

Aber bald war es geschafft. Sie betrachtete die zwei festen Jurten, Holzgestrebe, weit weniger offen als im Marschland, sondern vernagelt mit frisch geschlagenen hölzernen Schindeln. Frisch gestochene Schindeln und Erdplatten lagen auf den gedrungenen Dächern und es roch nach Pferden, dem Vieh und aufgewühlter, regennasser Erde. Hier würden sie eine Weile bleiben können, da war sie sich sicher. Oder darauf hoffte sie, während sie den angespitzten Holzpfahl in die Erde rammte. Dann fuhr sie sich mit dem Handrücken über die feuchte Stirn und verwischte geronnenes Blut mit Schweiß und Schmutz.

Eigentlich sollte sie sich hinlegen, schlafen, essen, sich den Staub von der Haut waschen. Aber sie konnte es nicht, denn wenn die Taubheit vorüber war, würde der Schmerz kommen. Ausatmend stampft sie die kleine Anhöhe zu dem an eine heruntergefallene gedrängten Lager hinauf. Die Tiere - die, die sie noch hatten - standen sicher im Herzen der Gebäude, gut geschützt und bewacht. Die Ruine selbst beherbergte den Priester und seine Gäste. Ebru wusste nicht, was ihn an festen Mauern anzog. Sie selbst schlief mit den anderen Frauen in der Jurte, in der es wohlig warm wurde. Holz, Felle, Teppiche und die Erde auf den Streben - all dies hielt die Wärme von Feuern und Körpern im Inneren. Sie wussten, was sie taten, schließlich lebten ihre Ahnen schon immer in unwirtlichen Landen. Dies war nicht anders - zumindest versuchte sie sich das einzureden, während sie die kläglichen Überreste derer musterte, die geblieben und überlebt hatten. Verfasser - Ebru

Und das brennende Pferd zieht weiter

Röhrende Hornstöße verkündeten den Niedergang von Rúnheim, eine alte Fehde welche Ihren Höhepunkt an einem blutigen Morgen fand. Das Dorf in Schutt und Asche, Leichen säumen die Straße und der Geruch von Blut und Asche lag in der Luft, setzte sich in schweren Flocken auf jenen nieder, welche dem Ort zu nah kam. Doch wie stand es um die zahlreichen Nachbarn welche drohten in einem Strudel aus Feuer und Plünderlust mitgerissen zu werden? Einst zerschlagen von der Gier und Arroganz eines Emporkömmlings, Verrat und Feigheit in den eigenen Reihen stand das brennende Pferd aufrecht. Küygen At, das Heim von als wild geltenden Ostlingen haben sich gegen einen Ansturm gestemmt, welcher eigentlich nur an Ihnen vorbeischrammen sollte. Der Kampf war blutig und er kostete, sie waren in der Unterzahl und die selbe Welle die über Rúnheim hinwegfegte, rollte nun über sie hinweg.

Was war übrig...?

Nichts als kalte Asche, der Gestank von verkohlten, süß-fauligen Fleisch verbrannten Holz. Er verpestete den frischen Geruch des Waldes, trug das Unheil über das Tal welches sich dort abgespielt hatte. Jurten, in welchen die Sippe Unterschlupf vor den rauen Winden des Nordens gefunden hat waren bis auf das Fundament niedergebrannt, Barrikaden wurden zerstört, Zelte, Vorräte und Werkbänke gleichermaßen beschädigt zurückgelassen. Einzig und alleine die stolze Ruine thront im Zentrum dieses Massakers, in welchem dutzende zur Unkenntlichkeit entstellte Leichen lagen, den Flammen zum Opfer fielen. Manche von stumpfer Gewalt verunstaltet, von manchen mag nicht einmal mehr die grobe humanoide Form übrig sein – als wären diese schlicht in den Boden getrampelt worden von etwas, das weitaus größer war als ein Pferd. Denn auch wenn Vieh jämmerlich abgeschlachtet wurde, keine einzige Pferdeleiche fand man unter den Haufen verkohlten Fleisches. Lediglich Spuren in verschiedene Richtungen, gleichsam aufgescheucht – ohne eine direkte Fährte zu hinterlassen, so überhaupt jemand von den Reitern überlebt hat. Die Spuren deuten auf eine chaotische Flucht hin, vielleicht auch nur der Tiere. Verfasser - Buraq

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Mitglieder[Bearbeiten]

Konzept[Bearbeiten]

Nicht nur eine Zweckgemeinschaft, mehr eine Sippe welche sich Ihre nomadische Lebensweise, Ihre Traditionen und Kultur bewahren wollen. Sie wollen sich ein Teil Ihrer Existenz bewahren, welches man mit Ihrer Verbannung versucht hat Ihnen zu entreißen. Am Boden, doch nicht gebrochen. Auch im Exil blickt der grenzenlose Himmel, die Ahnen und der dunkle Vater Erlik auf sie hinab. Es ist kein Ende, es ist ein Neuanfang - Unter dem Zeichen des flammenden Pferdes zieht die Sippe durch das Exil.

Das bieten wir:

  • Authentisches Kultur Spiel mit Fokus auf Gebräuche und Traditionen im Rahmen der Hyrkanischen/Turanischen Lore
  • Handels-RP mitsamt Beschaffung der Ware. (Wildpferde,Pelze,Fleisch,Lederwaren)
  • interne und externe kleinere Plots (Jagden,Überfälle,Konflikte mit Feinddarstellern/Spielern)
  • Der Survival Aspekt. Das Exil ist ein hartes Pflaster, Zweckbündnisse, der Kampf um das Überleben und das Einbinden des Lebensfeindlichen Terrain findet statt.